Die Rolle des Verfahrensbeistands ('Anwalt des Kindes') kritisch beleuchtet
Fachvortrag: Kritische Analyse der Rolle des Verfahrensbeistandes im Familienrecht
Die „Anwälte des Kindes“ zwischen Anspruch, Praxis und Verantwortung
Fortbildung Kindschaftsrecht Jugendhilfe, Jugendamt und Gewaltschutzeinrichtungen
Kurzbeschreibung des Vortrags
Der Verfahrensbeistand wird im familiengerichtlichen Verfahren häufig als „Anwalt des Kindes" bezeichnet. Diese Zuschreibung suggeriert eine klare Interessenvertretung – wirft in der Praxis jedoch grundlegende rechtliche und fachliche Fragen auf. Zwischen gesetzlichem Auftrag, tatsächlicher Verfahrensrolle und praktischer Umsetzung bestehen erhebliche Spannungsfelder.
Der Fachvortrag beleuchtet die Rolle der Verfahrensbeistandschaft kritisch und differenziert. Im Mittelpunkt stehen die rechtlichen Grundlagen nach dem FamFG, BGB und Gewaltschutzgesetz die Grenzen der Funktion sowie typische Fehlentwicklungen in der Praxis. Ziel ist es, eine realistische und rechtssichere Einordnung der Rolle vorzunehmen – insbesondere im Hinblick auf Kindeswohl, Verfahrensfairness und institutionelle Verantwortung.
Inhalte des Vortrags: Kindschaftsrecht und FamFG
Rechtliche Stellung und gesetzlicher Auftrag des Verfahrensbeistands (§ § 158 ff. FamFG )
Kritischer Blick auf den Begriff „Anwalt des Kindes": Herkunft, Bedeutung und Missverständnisse
Abgrenzung zur anwaltlichen Vertretung und zu anderen Verfahrensbeteiligten
Kindeswille vs. Kindeswohl: rechtliche und praktische Konfliktlagen in Sorgerecht und Umgang
Rolle des Verfahrensbeistands in komplexen Sorgerechts- und Umgangsverfahren
Risiken von Rollenvermischung, Interessenkonflikten und fehlender Neutralität
Besonderheiten: Der Verfahrensbeistand im Kontext häuslicher Gewalt und Kindeswohlgefährdung
Auswirkungen auf die gerichtliche Entscheidungsfindung und Beweiswürdigung
Zielgruppe der Fortbildung
Der Fachvortrag richtet sich insbesondere an:
Mitarbeiter:innen der Jugendamtsbehörden (Jugendamt)
Sozialarbeiter:innen
Mitarbeitende freier Träger der Jugendhilfe und sozialer Arbeit
Beratungsstellen, Erziehungsberatungsstellen und Kinderschutzfachkräfte
Fachkräfte in Fort- und Weiterbildung im Recht des Kindeswohls
Veranstaltungsformat und Didaktik
Fachvortrag mit klarer rechtlicher Einordnung aktueller Rechtsprechung
Kritische Analyse typischer Praxisbeispiele aus der Familiengerichtsbarkeit
Diskussion rechtlicher und ethischer Fragestellungen im Kindeswohlkontext
Raum für Rückfragen, Fallbesprechungen und fachlichen Austausch
Dauer und Umfang flexibel nach Absprache (z. B. 60–90 Minuten oder vertiefende Halbtagsformate).
Mehrwert für Ihre Institution und Organisation
Klärung von Rollenverständnis, Kompetenzen und Zuständigkeiten im Kindschaftsrecht
Sensibilisierung für rechtliche Grenzen und professionelle Verantwortung
Förderung transparenter und fairer Verfahrensgestaltung in familiengerichtlichen Abläufen
Beitrag zur Qualitätssicherung in Sorgerechts- und Umgangsverfahren
Stärkung des Kindeswohls durch rechtssichere Praxisanwendung
Organisation & Buchung
Der Fachvortrag ist bundesweit als Präsenzveranstaltung oder im Rahmen von Fachtagen buchbar. - Digital
